Piercing 2016-12-29T00:13:46+00:00
Rattattoo # Tattoo- und Piercingstudio # Freiburg

Aus welchem Material besteht der Schmuck?
Wir verwenden zum Piercen ausschließlich Piercing-Schmuck aus Titan mit dem Titangrad 23. Dieses Material ist absolut Nickel- und Aluminium-frei und wird auch für Implantationen wie z.B. Schrittmacher, Herzklappen, Hüftprothesen etc. verwendet.

Ist Piercen schmerzhaft?
Ein Piercing kann Schmerzen bereiten, wenn es unprofessionell angebracht wird. Ein professionell angebrachtes Piercing dauert jedoch nur wenige Sekunden und das „Schmerzempfinden“ ist mit dem Empfinden während einer Blutentnahme vergleichbar.
Wir verwenden ganz bewusst keine Betäubungsmittel. In der Regel ist die Injektion von Betäubungsmitteln wesentlich schmerzhafter als das Anbringen des Schmuckes selbst.
Wir weisen darauf hin, dass ca. 12 Stunden vor und nach dem Piercen auf die Einnahme von Blut verdünnenden Medikamenten und ca. 4 Stunden vor und nach dem Piercen auf den Konsum koffeinhaltiger Lebensmittel verzichtet werden sollte, da hierdurch die Gefahr einer unnötig starken Blutung entsteht und das „Schmerzempfinden“ beträchtlich intensiviert werden kann.

Wird eine Pistole zum Piercen verwendet?
Pistolen sollten nie für Piercings verwendet werden! Durch das Benutzen einer Pistole können leichte Risse mit vielen Verletzungen und Zerstörungen des Gewebes auftreten und das bietet Bakterien ideale Schlupfwinkel.

Wie funktioniert das eigentliche Piercen?
Zuallererst werden sämtliche Instrumente und auch der Schmuck mit Hilfe eines Ultraschallgerätes gereinigt und danach sterilisiert, um jede Form von möglichen infektiösen Bakterien oder Viren abzutöten.
Die Piercingstelle am Körper des Kunden wird mit einem Hautdesinfektionsmittel gereinigt und nach Absprache markiert. Anschließend wird eine spezielle Piercing-Nadel durch das Gewebe gestochen (dauert ca. 1 Sekunde), danach wird der Schmuck eingeführt.

Wird ein neues Piercing meinen gewohnten Tagesablauf beeinflussen?
Nein. Direkt nach dem Stechen kann man seine tägliche Routine wieder aufnehmen. Jedoch sollte während der Abheilzeit auf Tätowierungen in der näheren Umgebung des Piercings
verzichtet werden. Auch sollte man darauf achten, dass Kleidung nicht am Piercing reibt und damit den Heilungsprozess verhindert. Je nach Piercing-Stelle kann das enge Kleidung sein, Gürtelschnallen, Helme, Kopfhörer, etc.

Warum kann ich nicht gepierct werden?
Wir behalten uns vor, das Piercen in bestimmten Fällen auch abzulehnen. Hierfür kann es folgende Gründe geben:
> Falls Ihr an einer Krankheit leidet, die die Heilung von Piercings beeinflussen kann.
> Falls Ihr unter dem Einfluss von Alkohol oder Drogen steht.
> Falls Ihr Piercings an Stellen Eures Körpers wollt, die absolut nicht für das Piercen geeignet sind.
> Falls Ihr schwanger seid oder Euch in der Stillzeit befindet.
> Falls Ihr nicht volljährig seid.
Ab dem vollendeten 14. Lebensjahr könnt Ihr Euch in Begleitung eines Erziehungsberechtigten bei uns piercen lassen.
Ab dem vollendeten 16. Lebensjahr genügt eine schriftliche Einverständniserklärung eines Erziehungsberechtigten.
In beiden Fällen bitte jeweils den eigenen Ausweis, sowie den des Erziehungsberechtigten mitbringen.

Für den Fall, dass uns einer (oder mehrere) der oben genannten
Gründe verschwiegen werden sollte, können wir leider keine
Verantwortung/Haftung für angebrachte Piercings übernehmen.

PFLEGEVORSCHLÄGE FÜR DAS NEUE PIERCING:

Piercings werden immer beliebter: Dies ist sicherlich auf die stetig wachsende Professionalität der Piercer selbst sowie auch deren neueren Methoden zurückzuführen. Jedes Piercing kann attraktiv und erotisch sein – vorausgesetzt, es verheilt ohne große Probleme. Dazu gehört jedoch nicht nur die fachgerechte Arbeit des Piercers sondern auch das Verantwortungsbewusstsein des Schmuckträgers.
Die Heilungszeit eines Piercings ist stark von der jeweiligen Körperstelle des Piercings sowie auch von den körpereigenen Abwehrkräften des jeweiligen Kunden abhängig. Daher ist es schwierig, allgemeingültige Aussagen über die Dauer einer Heilung zu treffen. Oft wird fälschlicherweise angenommen, dass der neue Schmuck problemlos herausnehmbar und wieder einsetzbar ist.
Tatsache ist jedoch, dass der Schmuck, zumindest während der ersten 3 bis 8 Wochen – je nach Art des Piercings – ständig getragen werden sollte. Im Verlauf der Heilung bildet sich eine Haut im Stichkanal, die von außen nach innen wächst. Bis diese geschlossen ist, sollte der Schmuck nur sehr vorsichtig gewechselt werden, da ein noch nicht vollständig verheilter Stichkanal sich unter Umständen in kürzester Zeit zusammen ziehen kann und damit des Wiedereinsetzen des gewünschten Schmuckes erschwert wird. Der Stichkanal kann sogar komplett wieder zuwachsen und muss dann neu gestochen werden. Bei der Wahl des neuen Schmuckstücks sollte auch auf hochwertiges Material und eine passende Schmuckstärke, -größe und -länge geachtet werden.
Ist das dauerhafte Tragen des Piercings aus verschiedenen Gründen nicht möglich (z.B. Röntgenaufnahmen, Vorstellungsgespräch, etc.) sollte man zumindest bei noch nicht ganz abgeheilten Piercings einen sog. “Keeper” (bei uns erhältlich) als Ersatz verwenden. Ein Keeper ist Piercingschmuck aus PTFE, einem speziellen Kunststoff, der sich dem Körper anpasst. Keeper sind in weiß oder transparent erhältlich. Um das Wiedereinsetzen des Schmuckes zu erleichtern sollte man diesen mit Bepanthenlösung bestreichen und erst dann einführen.

Individuelle Beratung:
Da jeder Körper/Organismus unterschiedlich auf ein Piercing reagieren kann, ist es leider nicht möglich, eine hundertprozentige Garantie für eine optimale Heilung eines Piercings zu geben.
Die Ratschläge und Tipps, die wir Euch mit dieser Pflegeanleitung geben, beruhen auf unseren eigenen Erfahrungen. In bestimmten Fällen beraten wir Euch auch gerne über eventuelle Pflegealternativen, die individuell und speziell für Euch geeignet sind.

Durchschnittliche Abheilungszeiten für Piercings:

> Augenbraue 8-12 Wochen
> Ohrläppchen 6-10 Wochen
> Ohrknorpel 3-9 Monate
> Bridge 8-12 Wochen
> Nasenflügel 8-12 Wochen
> Septum 8-12 Wochen
> Lippe 6-12 Wochen
> Lippenbändchen 2-4 Wochen
> Zunge 2-6 Wochen
> Oberfläche (Dermal Anchor) 3-9 Monate
> Brustwarze 6-9 Monate
> Bauchnabel 5-8 Monate

Inimpiercing Frau:
> gr. Schamlippen 8-10 Wochen
> kl. Schamlippen 4-6 Wochen
> Klitoris Vorhaut 4-6 Wochen
> Christina 8-12 Wochen

Intimpiercing Mann:
> Frenum – Vorhautbändchen 4-8 Wochen
> Hafada – Hodensack 6-12 Wochen
> Guiche – Damm 8-12 Wochen
> Pubic – Schambein 6-8 Wochen
> Oetang – Vorhaut seitlich 6-8 Wochen

Sonderhinweise für Zungen- & Lippenpiercings:
In der ersten Woche nach jedem Essen, Trinken oder Rauchen leicht  spülen, zum Beispiel mit Hexoral, Meridol oder Listerine.
Je nach verwendetem Mundwasser kann es zu farbigen Belägen auf der Zungenoberfläche kommen, die aber wieder verschwinden.
Danach kann noch weiterhin etwa 3 mal täglich Mundwasser verwendet werden, um die Mundflora hygienisch zu halten.

Abstoßen des Schmucks:
In einzelnen Fällen können Piercings heraus wachsen oder abgestoßen werden. Während des Heilungsprozesses kann es vorkommen, dass der Schmuck vom Körper immer weiter hinausgeschoben wird, bis er schließlich keinen Halt mehr hat. Das Herauswachsen ist nicht schmerzhaft, es können jedoch Narben zurückbleiben.

Die Hauptursachen für die Abstoßung von Piercingschmuck sind:
1. Platzierung eines Piercings an Stellen, an denen die Haut unter Spannung steht, ständig in Bewegung ist oder zu viel Fettgewebe aufweist.
2. Achtloser Umgang mit einem Piercing (z.B. starkes Reißen oder Ziehen).
3. Enge Kleidung, Sicherheitsgurte, der Druck eines Knochens oder sogar eine bestimmte Sitzhaltung.

Unsere Piercings werden mit größter Sorgfalt und unter optimalen Hygienemaßnahmen angebracht. Für eventuelle Folgeschäden, insbesondere durch mangelnde Nachsorge, kann keine Haftung übernommen werden.

GANZ WICHTIG: DIE PFLEGE DANACH!

Das Entzündungsrisiko einer gepiercten Körperstelle ist minimal, wenn steril und sauber gearbeitet und die Pflege danach entsprechend ernst genommen wird. Unsere Erfahrung zeigt, dass auftretende Probleme/ Komplikationen meist auf folgende Faktoren zurückzuführen sind:

1. Oralkontakt oder Berührung mit schmutzigen Fingern.
2. Verwendung eines Reinigungsmittels, auf das der Körper empfindlich reagiert.
3. Ungenügende bzw. unsachgemäße Pflege.
4. Falsche Schmuckgröße oder allergische Reaktion des Körpers auf den Schmuck, z. B. bei niedriger Qualität des Schmuck-Materials.

Falls diese (oder andere Probleme) bei Euren Piercings auftreten sollten, sind wir gerne bereit, Euch weiter zu helfen. Ruft uns einfach an oder kommt direkt bei uns vorbei.

Als kleiner Leitfaden für eigene Beurteilungen:
Juckreiz, Rötungen, Sekretabsonderungen oder eine Vergrößerung des Ein- oder Ausstichs deuten auf eine allergische Reaktion hin. Dabei können sowohl der Schmuck selbst als auch das verwendete Reinigungsmittel der Auslöser für eine solche Reaktion sein.
Anzeichen einer Infektion sind Schwellungen, Schmerzen, Rötungen und/oder eitrige Absonderungen. Treten diese Symptome auf, ist es nicht immer vorteilhaft, den Schmuck zu entfernen, denn bei fortgeschrittenen Entzündungen kann sich eine offene Wunde negativer auswirken als ein entzündetes Piercing.
Generell gilt: Eine angemessene und konsequente Pflege bestimmt Schnelligkeit und Qualität des Heilungsprozesses.

DIE PFLEGEGRUNDREGELN:

1. Kein unnötiges Berühren oder Bewegen des frischen Piercings.
2. Keine Berührung mit ungewaschenen Fingern!
3. Keine Berührung mit fremden Körperflüssigkeiten (Speichel,Sperma, Schweiß).
4. Oralen oder sexuellen Kontakt für die erste Woche möglichst vermeiden.
5. Unnötigen Druck/Reibung (durch Kleidung, Gürtel etc.) an der gepiercten Stelle unbedingt vermeiden.

Während des Heilungsprozesses sollte die Piercingstelle 2 bis 4 Wochen lang zwei mal täglich mit warmem, klarem Wasser, ph-neutraler Seife oder Kamillelösung
gereinigt/behandelt werden, um sämtliche Absonderungen wie Grind-, Eiter- oder Talgkrusten sanft zu entfernen.
Anschließend die Piercingstelle mit Octenisept einsprühen und trocknen lassen.

Nach Ablauf der ersten 2 bis 4 Wochen ( je nach Körperstelle) können zur Pflege flüssiges Bepanthen oder Panthenol Salbe (Wund- und Heilsalbe) verwendet werden. Nach der vollständigen Abheilung des Piercings können sich in den Stichkanälen Absonderungen von Fetten und Talg bilden, die der Körper in Abständen von 2-4 Wochen abstößt. Das ist Teil des normalen Heilungsprozesses und völlig normal.

 

Solltet Ihr Fragen zu Eurem Piercing haben sind wir zu unseren Öffnungszeiten  für Euch da. Um Euch ein Piercing machen zu lassen braucht Ihr keinen Termin. Kommt einfach innerhalb unserer Öffnungszeiten mit Eurem Ausweis im Studio vorbei.

In Notfällen ausserhalb der Öffnungszeiten schreibt uns eine eMail über unser Kontaktformular und hinterlasst Eure Handy-Nummer, dann rufen wir Euch zurück.

Danke!

Rattattoo # Tattoo- und Piercingstudio # Freiburg